Doping im Breitensport

Immer öfter hört man in den Medien von neuen Dopingfällen im Spitzensport. Doch die meisten Menschen wissen nicht, dass Doping im Breitensport viel öfter zur Anwendung gelangt. Geht es beim Doping im Spitzensport um viel Geld und Weltrekorde, so hilft dem Hobbysportler Doping nur zu einer besseren Platzierung und einem höheren Selbstwertgefühl.

Wie weit verbreitet Doping im Breitensport mittlerweile ist, möchte ich hier an einem aktuellen Beispiel aufzeigen: Einen Tag vor einem Hobby-Radrennen tauchten im Internet Gerüchte über eine bevorstehende Dopingkontrolle auf. Noch am selben Tag meldeten sich hunderte Sportler krank. Ich denke, dazu braucht es keinen Kommentar mehr.

Laut Schätzungen ist heutzutage bereits jeder fünfte Hobbysportler gedopt. Im Breitensport ist die Wahrscheinlichkeit, beim Doping erwischt zu werden, viel geringer als im Spitzensport. Es werden weit weniger Kontrollen durchgeführt, allerdings sind die möglichen Folgen dieselben wie im Profisport.

Die Bedenken, die eigene Gesundheit langfristig aufs Spiel zu setzen bzw. die Moral etwas Unrechtes zu tun, sinkt auf ein immer geringeres Ausmaß. Die Gefahr von gesundheitlichen Schäden ist für einen Freizeitsportler wesentlich größer als bei Profisportlern.

Doping beginnt meist bereits im Jugendalter. An amerikanischen Highschools stehen leistungssteigernde Mittel an der Tagesordnung, um schon frühzeitig vorne dabei zu sein, unabhängig davon ob eine Profikarriere angestrebt wird oder nur Freizeitsport ausgeübt wird. Das Problem ist, dass es in dieser Zeit viel zu einfach ist an Dopingmittel heranzukommen.

Die Mittel zu denen diese Sportler greifen, sind vor allem Androgene, Wachstumshormone und Insulin. Der Schwarzmarkt dafür ist riesig, sei es über das Internet, über Fitnesstrainer oder über Ärzte, die Möglichkeiten an Dopingmittel zu kommen, sind leider beinahe grenzenlos. Immer öfter wird freizügig in Internetforen über die besten Dopingmittel und deren Leistungssteigerungen diskutiert.

Doping im Breitensport ist ein nicht zu verachtendes Problem, hat es doch mittlerweile ein Ausmaß erreicht, welches Doping im Spitzensport bei weitem übersteigt.