Rückenschule – Übungen gegen Rückenschmerzen
Rückenerkrankungen sind hierzulande die häufigste Ursache von Arbeitsausfällen. Jedes Jahr kostet das die EU-Staaten 200 Milliarden Euro. Das sind 1,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Darum wird viel unternommen, um den Krankenstand und die Kosten für das Gesundheitswesen in Deutschland wie auch in den anderen EU-Staaten zu senken.
Sportmediziner, Sport- und Physiotherapeuten und Orthopäden entwickelten Übungen und Anregungen für den Alltag, um den Menschen rückengerechtes Verhalten nahezubringen. Wie hebe, trage, sitze und stehe ich richtig. Menschen werden sensibilisiert, Fehlhaltungen und falsche Bewegungsmuster zu erkennen und zu vermeiden. Es wurden Kräftigungs- und Rückenübungen entwickelt, mit und ohne Geräte durchführbar, die den Rücken stärken sollen. Entspannungsübungen helfen, den Stress im Alltag abzubauen und mit Stressfallen besser umzugehen. Rückenschulen sind für alle geeignet, die etwas für ihre Wirbelsäule tun wollen oder ihre Rückenleiden lindern möchten. Geschwächte und verkürzte Muskeln werden gestärkt. Die Teilnehmer lernen, Verspannungen zu vermeiden.
Die Krankenkassen tragen die Kosten zwischen 70 und 100 Prozent. Geübt wird in kleinen Gruppen (3-5 Leute), damit die Sport- oder Physiotherapeuten sich individuell um jeden Teilnehmer kümmern können. Sie sehen sofort, wo korrigierend eingegriffen werden muss oder Hilfestellung bei einer Übung erforderlich ist, damit das Training nützt und nicht schadet, wenn es fehlerhaft ausgeführt wird. Einige Krankenkassen vergeben Bonuspunkte oder Prämien an ihre Mitglieder, wenn sie an einer Rückenschule teilnehmen. Eine Rückenoperation an den Bandscheiben, an Gelenken oder Rückenwirbeln mit anschließender Rehabilitation kostet die Krankenkassen mehrere tausend Euro. Eine Rückenschule als Präventivmaßnahme zahlt sich da aus – für den Kassenpatienten und die Krankenkasse. Ein Rückenkurs geht meistens über 10 Wochen, einmal pro Woche ist Training.
